Nigerianische Spammer nutzen den Krieg in Syrien aus!

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Mit dem zunehmenden Interesse der internationalen Gemeinschaft an den Ereignissen in Syrien traten auch die nigerianischen Spammer auf den Plan.

Die Autoren der meisten Mails geben sich als syrische Staatsbürger aus, die Zuflucht in Europa suchen und um Unterstützung bei der Investition einer ihnen zur Verfügung stehenden großen Geldsumme bitten. Der Text der Mitteilung kann dabei überaus kurz sein, um die Empfänger neugierig zu machen, oder aber auch detaillierte Informationen zu dem Vorschlag enthalten. Die Betrüger versenden häufig Nachrichten im Namen von Ehefrauen, deren Männer angeblich ermordet wurden oder verstorben sind, und dieses Motiv findet sich auch in den Mails mit syrischer Thematik, und zwar praktisch ohne Variationen. Die „Witwen“ berichten, dass ihre Ehemänner ermordet wurden und eine riesige Geldsumme hinterlassen haben, die nun unbedingt in ein anderes Land überführt werden müsse. Ja, und auch sie selbst seien nicht abgeneigt, Syrien zu verlassen.

In nigerianischen Mails bemühen sich die Cyberkriminellen nicht nur darum, die Empfänger für die finanzielle Belohnung zu interessieren, sondern sie appellieren auch an ihr Mitgefühl. Die Pseudo-Bürger Syriens befürchten vom Präsidenten verfolgt zu werden, wenn sie sein Regime nicht unterstützen und bitten den Adressaten daher darum, bei der Überweisung und Anlage ihrer Ersparnisse zu helfen. Englisch ist die Lieblingssprache der nigerianischen Betrüger, doch Sicherheitsexperten sind auch auf Nachrichten in anderen Sprachen gestoßen, beispielsweise deutsch, französisch und arabisch.

Die nigerianischen Betrüger sind bestrebt, ihre ausgedachten Geschichten glaubwürdig erscheinen zu lassen, zu diesem Zweck bemühen sie die standardmäßigen Tricks und Kniffe: Links auf legitime Nachrichtenressourcen, detaillierte, emotionsgeladene Geschichten mit Verweisen auf reale Ereignisse und Menschen, darunter auch berühmte Persönlichkeiten, usw. Allerdings darf man darüber nicht vergessen, dass Mails von unbekannten Absendern mit dem Angebot, dem Empfänger zu mehreren Millionen Dollar zu verhelfen, gar nicht echt sein können. Daher ist es in diesem Fall die beste Entscheidung, die Mail einfach zu löschen und nicht in Kontakt zu den Betrügern zu treten.

Quelle: hier

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